Alte Werft Korneuburg

Eine leichtgeneigte, großzügige Fläche wird als Tragebene der „gestrandeten Schiffe“ dem Entwurf als Leitidee gegeben. Die Hellinge als Spuren der Vergangenheit, als gläserne zum Wasser auslaufende Bahnen setzen dem Veranstaltungsareal neue Grenzen. Zwischen den Hallen hebt sich eine geneigte Dachfläche in die Höhe, bildet mit darunter gelegenen „Raum- Wasser- Skulpturen“ den Haupteingang und streckt sich Richtung Wasser zum Foyer.
Der, zwischen den Hallen aufgespannter Raum, lässt die Innen- und Außengrenzen ineinander fließen. Als Gegenpol und Ausgleich zu der bestehenden “geschlossenen” Architektur besitzt der neue Raum keine starren Grenzen und lässt ständige Veränderungsprozesse zu. Das Foyer als geschlossener Raum soll kleinere Veranstaltungen ermöglichen, der Garderobenbereich kann durch mobile “Polster-raum-elemente” als Empfang umgestaltet werden.
Die Halle 58 wird räumlich mit dem Foyer verknüpft, eine ausziehbare Bar kragt zu den “Skulpturen” und setzt den Innenraum fort. Im Obergeschoss befinden sich Restaurant- Galerie, Konferenz und Nebenräume. Die Halle 55 wird an der Stirnseite zum Haupteingang vollflächig geöffnet. Unter den mobilen Regieräumen kann man die Halle in variablen Größen wiederum schließen. Das neue Dach ist selbsttragend ausgebildet, das Fachwerk wird als eine der “Spuren der Vergangenheit” erhalten und als Beleuchtungsvorrichtung genutzt.
Die neue Bühne befindet sich im Nordwesten mit Verbindungskörper zu der Halle 177, wo sich die Garderoben und Lagerräumlichkeiten befinden. Das Projekt soll gemeinsam mit den bestehenden Substanzen eine geordnete Großstruktur bilden und eine spannende Verknüpfung zwischen Alt und Neu ermöglichen.

in Zusammenarbeit mit: Josef Fekonja
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